Archive for 2011

Indien in 7 Tagen

Im November durfte ich mit 35 Mitgliedern des b-to-v Investorenkreises eine Woche lang Indien bereisen. Wie immer bei diesen Reisen hatten wir ein sehr straffes Programm mit sehr vielen Pitches von Startups, vielen Geprächen mit Angels und VCs und auch wieder etlichen etablierten Unternehmen – dazu ein Sightseeing-Programm, um auch die kulturellen Schätze des Landes zu entdecken. Für mich sind die b-to-v-Reisen die tollste Möglichkeit, ein Land kennenzulernen – soweit es in so kurzer Zeit überhaupt möglich ist. Zusammenfassend habe ich folgendes bei der Reise gelernt: - Ich habe das indische Volk als ein sehr sehr freundliches erleben dürfen. - Obwohl die Armut für westliche Verhältnisse unvorstellbar ist, können die Indier wohl auch aufgrund ihrer Tradition und Religion doch recht gut damit umgehen. - Wirtschaftlich ist Indien in den wesentlichen Kennzahlen wohl eher 15 Jahre hinter der chinesischen Entwicklung hinterher. - Große Teile der Infrastruktur erscheinen völlig unterdimensiniert für fast 1,3 Mrd. Menschen. Dies hat zur Folge, dass man für viele Strecken wesentlich längere Zeit benötigt als in anderen Teilen der Welt. Der Verkehr in den Großstädten ist Wahnsinn, durch das fortlaufende Hupen aller Verkehsteilnehmer wirkt es sogar noch hektischer. Aber auch eine normale Landstrasse dort ähnelt eher einem Bazar denn unseren Überlandstrassen. - Die Demokratie in Indien ist ja wirklich erstaunlich, allerdings wird sie wohl durch eine nicht unerhebliche Korruption immer wieder schwer auf die Probe gestellt. Anscheinend können wohl auch wichtige Großprojekte sehr lang dauern und können vielfältig verzögert werden. - Es gibt wohl einige wenige sehr sehr reiche und einflussreiche Familien in Indien, die sich das wirtschaftliche Leben aufteilen. Von diesen wird anscheinend nicht erwartet, dass sie sich um alle anderen kümmern (können). - Einige der großen Firmen scheinen einen ernormen Anteil des Umsatzes im Ausland zu machen. - Sehr viele Inder sehen in Amerika das große Vorbild und gehen zur Ausbildung dorthin. Einige kommen auch wieder zurück. Nach Europa hat sich kaum einer erkundigt. - Wir haben sehr viele sehr intellegente Inder getroffen, die wieder zurückgekommen sind. Dies sollte dem Land Hoffnung geben. - Die Internetszene ist durchaus beachtenswert – auch haben wir trotz großer Schwierigkeiten mit der Logistik viele beeindruckende eCommerce-Ansätze gesehen. - Allein durch das Bevölkerungswachstum wird die indische Wirtschaft in den nächsten Jahren weiterhin enorm wachsen. Falls es Indien gelingt, die jetzt noch teilweise unnötig brachliegenden Energien zu aktivieren, könnten so ein Riesenland z.B. durch 4G den direkten Sprung nach Übermorgen schaffen. Insgesamt ist Indien ein sehr freundliches Land, dem ich wünsche, seine enormen Herausforderungen zu meistern. Vielen Dank für die Gastfeundschaft – würde mich freuen, wenn ich bald mal wiederkommen könnte!
Share

Frohe Weihnachten und ein gesundes Neues Jahr

An dieser Stelle möchte ich mich für die großartige Zusammenarbeit herzlichst bedanken und wünsche Euch allen ein gesundes und glückliches Jahr 2012 ! “Um wirklich glücklich zu sein, braucht man einen Menschen, den man liebt, eine Aufgabe und eine große Hoffnung.” Ricarda Huch PS: Ich habe dieses Jahr anstatt einzelne Geschenke zu verschicken an verschiedene Kinderorganisationen gespendet. Wie gute Freunde von mir ausgedrückt haben, nicht nur um zu helfen sondern auch als Ausdruck der Dankbarkeit für die eigene nicht selbstverständliche Lebenssituation, in Freiheit, Recht und Wohlstand zu leben.
Share

E-Miglia 2011

Endlich komme ich dazu, eine kleine Nachschau über die tolle e-Miglia vom 2-5.8.2011 zu schreiben. Es war eine würdige Weiterentwicklung der 2010 erstmal durchgeführten internationalen Rally für Elektrofahrzeuge. Die Höhepunkte waren:
  • knappe 800 Kilometer über die Alpen durch D – AUT – I – CH in vier Tagen
  • Überquerung des Großglockners (2571 m hoch), der höchsten Alpenstrasse und vieler weiteren Pässe (Sudelfeld, Pass Thurn, Ofen Pass, Julierpass, Albula-Pass, Bernina Pass)
  • etliche Sonder- und Bewältigungsprüfungen
  • Route: München – Mittersill – Bozen – St.Moritz – St. Moritz
  • Berücksichtigung des Stromverbrauchs
Alles in allem war die e-Miglia 2011 extrem interessant, hat allen sehr viel Spass gemacht, es war aber durchaus anspruchsvoll für Mensch und Maschine. Am Schluss gab es (wieder) mit Tim Ruhoff einen verdienten Sieger – das Team hat sich einfach am besten vorbereitet und alle Prüfungen am besten bewältigt ! Nochmals herzlichen Glückwunsch ! Update 21.12.2011: Schönes Stimmungsvideo:
Share

Buchtipp: Die Welt im Jahr 2050

Der Geographie-Professor Laurence C. Smith skizziert, welche Veränderungen er durch die vier globalen Kräfte: Demografie, Nachfrage nach Ressourcen, Globalisierung und Klimawandel auf uns zukommen sieht. Viele der Transformationen, die er vorstellt, sind negativ, und die Mehrzahl derer, die positiv sind, fordert an irgendeiner anderen Stelle einen Tribut. Statt zwei Megalopolen (New York und Tokio) in 1950 wird es in 2025 wohl deren 27 geben (Tokio, Mumbai, Delhi, Dhaka, Sao Paulo, Mexiko-Stadt, New York, Kalkutta, Schanghai, Karatschi, Kinshasa etc.). Das internationale System – wie es nach dem Zweiten Weltkrieg errichtet wurde – wird 2025 fast nicht mehr wiedererkennen zu sein… Die Umgestaltung wird angetrieben von einer globalisierten Wirtschaft, geprägt von einer historischen Verschiebung des relativen Wohlstands und der Wirtschaftsmacht von West nach Ost (aus den USA gesehen) und durch das Gewicht neuer Mächte – vor allem China und Indien. Anschliessend diskutiert der Wissenschaftler unseren Ressourcenverbrauch: Eisen, Öl und Wind. Welche Energiequellen werden wir nutzen, wieviel Wasser werden wir verbrauchen, wieviel Wasser werden wir haben ? Ein sehr interessanter Punkt: Die NORC-Staaten (Northern Rim Countries), also die acht Staaten rund um die Arktis (Russland, USA, Kanada, Island, Norwegen, Finnland, Dänemark und Schweden) werden wirtschaftlich profitieren, da genügend Ressourcen gibt, die durch die Klimaveränderung besser erschliessbar werden. Und es dort genügend Wasser geben wird.
Share

Elektrotankstelle am Irschenberg

Seit einigen Tagen gibt es am Irschenberg die erste E-Tankstelle. Hier der Bericht im Lokalteil des Miesbacher Merkurs. Derzeit ist schon die 220V-Schukosteckdose in Betrieb, demnächt wird auch der Dreshstrom aktiviert. Für alle E-Mobilisten eine schöne Möglichlichkeit zu tanken, da es neben den Rastmöglichkeiten in der Tankstelle selbst auch noch fussläufig einen McDonalds, den Dinzler und die Raststätte Irschenberg incl. Motel zu erreichen gäbe. Mit diesem Thema als Aufhänger gab es dann noch einen prima Artikel über meinen Tesla (hier). Allerdings bin ich erst gute 10.000 km gefahren – und noch nicht die “ver”-schriebenen 100.000 km :-( Ansonsten habe ich mich aber sehr über das Interesse über die Elektromobilität gefreut ! PS: Gute Artikel über Tesla gibt es z.B. in der Wired vom 27.9.10 oder in der SZ vom 28.3.11
Share