Seit einigen Tagen gibt es am Irschenberg die erste E-Tankstelle. Hier der Bericht im Lokalteil des Miesbacher Merkurs. Derzeit ist schon die 220V-Schukosteckdose in Betrieb, demnächt wird auch der Dreshstrom aktiviert. Für alle E-Mobilisten eine schöne Möglichlichkeit zu tanken, da es neben den Rastmöglichkeiten in der Tankstelle selbst auch noch fussläufig einen McDonalds, den Dinzler und die Raststätte Irschenberg incl. Motel zu erreichen gäbe.
Mit diesem Thema als Aufhänger gab es dann noch einen prima Artikel über meinen Tesla (hier). Allerdings bin ich erst gute 10.000 km gefahren - und noch nicht die “ver”-schriebenen 100.000 km Ansonsten habe ich mich aber sehr über das Interesse über die Elektromobilität gefreut !
Wenn du eine Stunde lang glücklich sein willst, schlafe. Wenn du einen Tag glücklich sein willst, geh fischen. Wenn du ein Jahr lang glücklich sein willst, habe ein Vermögen. Wenn du ein Leben lang glücklich sein willst, liebe deine Arbeit.
- Aus China
Apropos: wer sich nicht mehr genau daran erinnert, wie das damals vor über 2000 Jahren gelaufen ist (Danke an Tim für den Link):
Anfang Oktober habe ich an einer von meinem Investorenkreis b-to-v organisierten Reise nach Kalifornien teilgenommen. Wir haben 5 Tage lang etliche Unternehmen, VCs, Incubatoren, Angels etc. getroffen. Die Reise war anstrengend aber extrem interessant.
Mein Highlights waren:
Steve Bengston, PWC, hat uns einen perfekten Überblick über den VC-Markt gegeben. Ergebnis: der Markt ist sehr groß, er wird wohl eher kleiner werden, das Silicon Valley ist nicht mehr der Nabel der Welt. Außerdem muss die VC-Industrie als ganzes beweisen, dass die schlechten Renditezahlen der vergangen Jahre die Ausnahme waren.
Besuch des Google Headquarters. Dank Greg konnten wir die Atmosphäre auf dem Google Campus erleben.
Stanford University und der Uni Berkeley: Ich habe mich schon immer gefreut, über solch ehrwürdigen Unis mehr zu erfahren.
Besuche etlicher VCs: Man merkt auf der einen Seite, dass sich die Industrie im Umbruch befindet und sich neu erfinden muss. Auf der anderen Seite haben wir sehr viele Menschen getroffen, die klasklar und sehr schnell die Themen auf den Punkt bringen können. Dies war sehr spannend. Besonderen Dank an Tim von Norwest Venture Partners, Matt von Benchmark, Howard von August Capital, Tod von Shasta Ventures und Thomas von CMEA Capital.
Besonders herausragend war, dass es b-to-v geschafft hat, den Goodfather der VC-Industrie, Michael Moritz von Sequoia, für ein privates Dinner zu gewinnen. Sehr lässig !
Eine für mich neue Entwicklung im Valley sind die sog. Superangels. Diese sind etablierte Angels, die nicht mehr nur ihr eigenes Geld invstieren, sondern quasi kleine Fonds gegründet haben, aber ohne weiteren Overhead in sehr viele Firmen gleichzeitig investieren. Ich bin sehr gespannt, wie nachhaltig diese Entwicklung ist.
Die einhellige Meinung aller Angels im Valley war, dass es einen “war of talents” gibt. Einer der Hauptgründe dafür sind die hohen Gehälter, die die großen Player wie Google, Facebook etc. zahlen/zahlen können. Teilweise scheint der Markt daher überhitzt. Anders ist für mich nicht zu erklären, dass auch ganz junge Firmen sehr schnell von den Großen aufgekauft werden.
Sehr interessant war auch der Besuch der Incubatoren, besonders beeindruckend fand ich Thomas und sein neugegründetes AngelPad.
Dank Daniel konnten wir das Tesla-Headquarter besuchen! Schaut alles sehr professionell aus - neben den Labors z.B. für´s Batterietesten hat mich besonders die ganze Etage voller Ingenieure beeindruckt.
Last but not least hatte ich das Gefühl, dass sich unser deutscher Lifestyle dem an der Westküste schon recht angenähert hat und dass für viele Amerikaner unser gutes alte Europa weiterhin “Offshore” ist. Dies wird sich wohl auch nicht mehr ändern, da sich die Amerikaner ganz bewusst auf die Wachstums- und zukünftigen Riesenmärkte einstellen: China und Indien.
An dieser Stelle möchte ich mich für die Gastfreundschaft der Amerikaner bedanken - es waren tolle Tage !
Anlässlich der Clean Tech World haben sich am 18. September 2010 ca. zwei dutzend Tesla-Fahrer getroffen und sind zusammen durch den Berliner und Potsdamer Verkehr gedüst. Unter ihnen auch Hansjörg, der einen sehr schönen Erfahrungsbericht mit seinem Telsa veröffentlich hat. Neben der schön ausgearbeiteten Fahrt und dem Kennelernen unter uns Tesla-Fahrern fand ich auch prima, dass fast das gesamte Tesla-Team für Fragen zur Verfügung stand.
Auf der Messe selbst konnte ich endlich mal eine Brennstoffzellen-B-Klasse probefahren: Insgesamt sehr ausgereift und unspektakulär. Wenn da nur nicht die enormen Kosten der Brennstoffzellentechnik wären…
Eine weiteres Highlight war die Fahrt mit einem E-Rocket. Ich hatte Glück, der Erfinder selbst war vor Ort. Hier noch ein Video zum wirklich coolen Gefährt:
Ich wollte den Dienst schon vor der Smartphone-Zeit mal ausprobieren, aber irgendetwas hat mich immer abgehalten. Vor ein paar Wochen habe ich mich endlich angemeldet und auch gleich die App runtergeladen.
Wow, es funktioniert wirklich super und sehr einfach. Wann immer ich jetzt z.B. in der Münchener Innenstadt von A nach B will, schalte ich kurz mein Smartphone an, suche mir das nächste Fahrrad, schliesse es auf, fahre nach B und stelle es dort an die nächste Kreuzung hin, schliesse es wieder ab und fertig. Wirklich klasse ! Bei meinen Test habe ich fast immer ein Fahrrad innerhalb von 200 m zum Mieten (6 bis 9 cent die Minute) gefunden.
Eine schöne Alternative für manche U-Bahn- oder Taxifahrt, insbesondere bei schönen Wetter (Website von Call a Bike) !
PS: Ohne Smartphone geht es auch, allerdings ist die spontane Suche unterwegs natürlich nicht so leicht möglich.
PPS: Alle gemieteten Fahrräder waren voll funktionstüchtig incl. Licht, wenn ich es brauchte, und Gepäckträger. Der Sattel hat zum Anpassen der Höhe einen Schnellverschluss. Die Räder sind überraschenderweise vorn und hinten gefedert, allerdings nicht optimal abgestimmt. Insgesamt: Für Kurzstrecken wirklich mehr als man braucht.
PPPS: Call a Bike ist anscheinend 1998 gegründet worden und nach der Insolvenz 2001 von der Deutschen Bundesbahn (DB Rent) übernommen worden.